Die Webcam

Bei der Webcam handelt es sich um eine Aufsteckkamera "CommuniCam MCA-25" vom Hersteller Sony Ericsson, die an verschiedene Sony-Ericsson Mobiltelefone gesteckt werden kann. Die Kamera wird vom Mobiltelefon über eine serielle Schnittstelle programmiert und ausgelesen. Das Reengeneering der Kameraansteuerung wurde von Simon Schulz geleistet.
Die Kamera muß zum Anschluß zerlegt werden. Das Gehäuse besteht aus vier Kunststoffteilen. Nach dem Abhebeln der oberen Blende (mit der Firmenbezeichnung), das zweckmäßigerweise mit einem Messer, ausgehend von der gerundeten Gehäusekante, durchgeführt wird, werden vier Schrauben sichtbar, die die Oberschale mit der unteren Blende verbinden. Die Unterschale der Kamera liegt zwischen Oberschale und unterer Blende. Nach dem Ausbau der Leiterplatte wird der Stecker einige Male hin- und hergebogen, bis die angelöteten Kontakte am Stecker abbrechen. Ausführliche, bebilderte Umbauanleitungen und Softwarebeispiele finden sich unter:
Anschaltung der Kamera an den Webserver Die Versorgungsspannung der Kamera wird über zwei Dioden aus der 5V-Betriebsspannung abgeleitet. Die Betriebsspannung der Kamera scheint kritisch zu sein und sollte nach Erfahrungsberichten im Bereich von 3,3 bis 4,2 V liegen. Es sollten eine Stabilisierung und ein ausreichender Siebkondensator vorhanden sein.
Die Signalspannungen dürfen die Betriebsspannung der Kamera nicht überschreiten, weil andernfalls Ströme über die Eingangsschutzdioden fließen und Farbfehler verursachen. Eine einfache Klemmschaltung in der Tx-Leitung aus Widerstand und Diode schafft Abhilfe.
Der Ausgang Port D6 zur Ansteuerung der Reset-Leitung wird als open collector Ausgang mit Pullup-Widerstand programmiert. Der Controllerinterne Pullup-Widerstand mit 20 kOhm bis 50 kOhm sorgt für eine ausreichende Begrenzung des Eingangsstromes der Kamera. Der Pegel der Txd-Leitung wird über einen Widerstand 4,7 kOhm geführt und mit einer Siliziumdiode auf die Kamerabetriebsspannung geklemmt. Die Schaltung wird am 14-poligen Erweiterungsstecker S1 angeschlossen.
Vorteiler 
816 
TeilerTeilerQuarzfrequenz
1 3,6864 MHz
217,3728 MHz
3 11,0592 MHz
4214,7456 MHz
5 18,4320 MHz
Die von der Kamera benutzten Datenraten sind 9600 bd und 460800 bd (= 4 * 115200 bd). Der Mindestwert für den USART-Vorteiler des ATmega 32 beträgt acht und legt so die Mindesttaktfrequenz auf 8 * 460800 = 3,6864 MHz fest. Wegen des einstellbaren Vorteilers sind auch ganzzahlige Vielfache bis zur maximalen Betriebsfrequenz zulässig. Der ATmega bietet die Möglichkeit, den Baudratenteiler auf 16 zu setzen. Damit ist eine präzisere Abtastung des Signals möglich. Diese Betriebsart ist jedoch nur bei den Quarzfrequenzen 7,3728 MHz und 14,7456 MHz möglich.
Die Kamera wird mit dem Start des Webservers initialisiert und konfiguriert. In der Konfiguration können die Parameter "Funlayer" und "Bildgröße" geändert werden. Für "Funlayer" sind die Ziffern von 0 bis 8 zulässig. Bei "0" erfolgt keine Einblendung. Die Bildgrößen 640*480, 320*240 und 160*120 werden in einem Auswahlfeld angeboten.
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